Freitag, 10. März 2017

Hamlet, kahoot und so

Fragen zu den Seiten 60-90





Hamlet

Zitate zum Thema Selbsterkenntnis

lateinisch: nosce te ipsum


Lat. ›Erkenne dich selbst! ‹ Lateinische Übersetzung der Inschrift des Appolontempels in Delphi (gnothi seauton). Wird Thales von Milet oder Chilon zugeschrieben. Ist so zu verstehen, dass sich der Mensch gegenüber den unsterblichen Göttern als Sterblicher erkennen soll. (erklärendes Video)

einige weitere Zitate

»Der Kern des Glücks: der sein zu wollen, der du bist.«
Erasmus von Rotterdam (um 1500)

»Werde, der du bist.«
Pindar, 500 v. Chr., mehrfach zitiert von Nietzsche

»Du bist am Ende – was du bist.
Setz dir Perücken auf von Millionen Locken
Setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken,
Du bleibst doch immer, was du bist.«

Goethe: Faust I. (1808)


»In gewissem Grad sind wir wirklich das Wesen, das die andern in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! auch wir sind die Verfasser der andern; wir sind auf eine heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für ihre Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage.«
Max Frisch, Tagebuch 1946-1949



»Man kann alles erzählen, nur nicht sein wirkliches Leben; diese Unmöglichkeit ist es, was uns verurteilt zu bleiben, wie unsere Gefährten uns sehen und spiegeln, sie, die vorgeben, mich zu kennen, sie, die sich als meine Freunde bezeichnen und nimmer gestatten, daß ich mich wandle, und jedes Wunder (was ich nicht erzählen kann, das Unaussprechliche, was ich nicht beweisen kann) zuschanden machen – nur um sagen zu können: ›Ich kenne dich.‹«
Max Frisch, Stiller (1954)


Mittwoch, 8. März 2017

Nietzsche über genaues Lesen




Wenn diese Schrift irgend Jemandem unverständlich ist und schlecht zu Ohren geht, so liegt die Schuld, wie mich dünkt, nicht nothwendig an mir. Sie ist deutlich genug, vorausgesetzt, was ich voraussetze, dass man zuerst meine früheren Schriften gelesen und einige Mühe dabei nicht gespart hat: diese sind in der That nicht leicht zugänglich. Was zum Beispiel meinen »Zarathustra« anbetrifft, so lasse ich Niemanden als dessen Kenner gelten, den nicht jedes seiner Worte irgendwann einmal tief verwundet und irgendwann einmal tief entzückt hat: erst dann nämlich darf er des Vorrechts geniessen, an dem halkyonischen Element, aus dem jenes Werk geboren ist, an seiner sonnigen Helle, Ferne, Weite und Gewissheit ehrfürchtig Antheil zu haben. In andern Fällen macht die aphoristische Form Schwierigkeit: sie liegt darin, dass man diese Form heute nicht schwer genug nimmt. Ein Aphorismus, rechtschaffen geprägt und ausgegossen, ist damit, dass er abgelesen ist, noch nicht »entziffert«; vielmehr hat nun erst dessen Auslegung zu beginnen, zu der es einer Kunst der Auslegung bedarf. Ich habe in der dritten Abhandlung dieses Buchs ein Muster von dem dargeboten, was ich in einem solchen Falle »Auslegung« nenne: – dieser Abhandlung ist ein Aphorismus vorangestellt, sie selbst ist dessen Commentar. Freilich thut, um dergestalt das Lesen als Kunst zu üben, Eins vor Allem noth, was heutzutage gerade am Besten verlernt worden ist – und darum hat es noch Zeit bis zur »Lesbarkeit« meiner Schriften –, zu dem man beinahe Kuh und jedenfalls nicht »moderner Mensch« sein muss: das Wiederkäuen...
Sils-Maria, Oberengadin, im Juli 1887. 

Quelle: Zur Genealogie der Moral. Vorrede, Abschnitt 8 

Freitag, 3. März 2017

kahoot-Fragen

Gehen Sie dort, wo es sich lohnt oder wo es Sie interessiert nochmals den Antworten nach, suchen Sie in die entsprechenden Textstellen und diskutieren Sie allenfalls Optionen.

Wenn Sie das erledigt haben oder wenn es Sie langweilt, entwerfen Sie eigene Fragen, es kann, muss aber nicht im Stil von Kahoot sein. 










Dienstag, 31. Januar 2017

›Scherbenpark‹ von Alina Bronsky



1. Haben es Mädchen leichter im Leben? Wieso? Wieso nicht? (179)

2. Erklären Sie, wieso der Roman ausgerechnet ›Scherbenpark‹ heißt? 

3. Suchen Sie nach alternativen Titel und begründen Sie Ihre Top-Three-Vorschläge.

4. Gefällt Ihnen das Ende oder nicht? Suchen Sie nach einem Ende, das Sie mehr überzeugen würde und nach einem, das Sie lieber gelesen hätten.

5. Suchen Sie nach Stellen und Themen, die Ihnen auf den letzten 140 Seiten gut gefallen haben oder die Ihnen wichtig sind.


Eintrag zum Roman auf Limotee.ch

Montag, 28. November 2016

Fragen zu ›Der Trafikant‹ (bis S. 209)

Hitler 1938 auf dem Wiener Heldenplatz

1. Wie wirkt sich die neue politische Situation (der Anschluss Österreichs an das ›Dritte Reich‹) auf die Menschen und die Presse aus? Was erzählt der Roman darüber?

2. Auf S. 200 finden sich eine Anhäufung von Ereignissen. Was soll damit erzählt werden? 

3. Auf S. 200 steht auch, dass der Prater »gesäubert« worden sei. Googeln Sie dazu 1. den Begriff ›Euphemismus‹, suchen Sie 2. nach Einträgen im Zusammenhang mit nationalsozialistischer Sprache und sammeln Sie 3. Beispiele dazu.

4. Auf S. 158 erfährt Franz eine sogenannte Epiphanie, einen Moment der Erkenntnis, der Klarheit. Erläutern Sie das.


5. Franz schreibt seine Träume auf kleine Zettel und pinnt diese an die Auslagescheibe. Wieso macht er das? Und welche Wirkung hat das auf die Menschen?


6. Weshalb behauptet Franz in einem Brief an seine Mutter, dass Otto Trsnjek krank geworden sei? Was geschah mit ihm? Starb er wirklich an einem Herzinfarkt?



7. Der Briefträger ist offensichtlich kein Freund der Nazis, trotzdem liefert er der Gestapo Briefe ab, die an Freud adressiert sind. Ist der Briefträger deshalb ein Feigling? Hättest du dich in dieser Situation anders verhalten?