Montag, 14. November 2016

Der Trafikant: Fragen bis zur Seite 110


›Der blaue Engel‹ (Regie: Josef von Sternberg) ist die Verfilmung von Heinrich Manns gesellschaftskritischem Roman ›Professor Unrat‹ (1905).
Die Rolle der Varietésängerin und Femme Fatale Lola verhalf Dietrich zum Durchbruch. Sie verließ Deutschland 1930 und wurde zu einer Stilikone. Sie verkörperte den Prototypen des kühlen Sexsymbols. Als erster deutscher Hollywoodstar äußerte sie sich von Beginn kritisch gegenüber den Nationalsozialisten. 1939 ließ sie sich einbürgern.



1. Freud 

1.1 Wie kommt es zu dem engeren Kontakt zwischen Franz und Freud?
1.2 Was wir ein Bild bekommen wir von Freud vermittelt? Suchen Sie nach möglichst aufschlussreichen Stellen.
1.3 Welche Aussagen von Freud finden Sie besonders schön, rätselhaft oder deep shit?

2. Anezka

2.1 Wie entsteht und entwickelt sich die Bekanntschaft zwischen Franz und Anezka in groben Zügen? Bringen Sie die wichtigsten Stationen in eine sinnvolle dramaturgische Reihenfolge.
2.2 Suchen Sie nach den schönsten Stellen, die von Franz' Liebe zu Anezka erzählen.

3. Politik

3.1 Welche Rolle spielt Politik bis hierhin in diesem Roman? Sammeln Sie wichtige Textpassagen und verschaffen Sie sich auf diese Weise ein Bild von diesem Aspekt des Romans.
3.2 Welche Fragen stellen Sie sich in diesem Zusammenhang? Googeln Sie allenfalls die Namen, die erwähnt werden und informieren Sie sich etwas über die Situation in Österreich 1937/38.

4. Franz Entwicklung generell

Welche weiteren Inhalte wie z.B. die Korrespondenz mit seiner Mutter bergen Wissenswertes zum Protagonisten?

Dienstag, 8. November 2016

Der Trafikant (1)



Partnerarbeit:
Seethaler verzichtet auf Kapitel. 
Okay. Dann müssen wir das eben machen. 

Erfinden und diskutieren Sie Zwischentitel für Handlungseinheiten, die Sie selbst festlegen.
Überlegen Sie sich verschiedene Alternativen:
Welche Abschnitte gehören zusammen?
Welche wichtigen Passagen eines Abschnitts gehört in den Titel?
Was ist alles Handlung?
Was sind interessante, reizvolle oder textnahe etc. Titel? 
Wie werden wir dem Charakter und Sound des Romans oder der Passage jeweils gerecht?


Zur Anregung noch ein Beispiel des berühmt gewordenen Großstadtromans Berlin Alexanderplatz des Psychiaters Alfred Döblin (1929), der im zeitgenössischen Berlin der Zeit vor dem Nationalsozialismus spielt.

Samstag, 5. November 2016

Themen, die man in der Halbklasse diskutieren könnte

Sollten Immigranten gezwungen werden, bei der Einbürgerung Schweizerdeutsch zu sprechen?
Welche Rolle spielt Gewalt unter Jugendlichen?

Leitungswasser oder Mineralwasser? Unser Verhältnis zum Konsum und zu unseren Lebensmitteln
Integration: was ist das und wie funktioniert sie?

der Umgang mit den Sozialen Medien, z.B. Gefährdung durch Pädophile auf Social Media

Kantischüler – Motivation, Nutzen & Identität?
Klonen
Kunst: Was ist das?

Leben nach dem Tod?
Leihmutterschaft

Militär in der Schweiz?
Mode (Konformität vs. Individualität)
Musik (Wahrnehmung, Bedeutung, Stimmungen etc.)

Normal – was ist das?

Offroader und andere Treibstoffmonster verbieten? Warum eigentlich nicht?
Okkultismus (Warum glauben Menschen an persönliche Horoskope, an Dämonen etc.?)
Organspende: warum eigentlich nicht?

Menschen beschreiben, die ich täglich im Bus etc. sehe
Was ist meine Welt? Welche Werte gelten, worüber reden und streiten wir, welche Themen und Probleme bestimmen den Alltag?
Themen wie: Was ist Glück?
Aphorismen (schlaue Sätze), Bilder, interessante youtube-Filme diskutieren

Sinn des Lebens
Schönheitsideale und ihre Folgen 
Schule: Motivation, wie mache ich das?
Schule: Wie funktioniert selbstorientiertes Lernen?
Schule: Whatsapp LP & Schüler*innen: wie einsetzen? was geht, was nicht?
Schule: Rolle des Schweizerdeutsch?
Schule: Unterrichtszeiten & Hausaufgaben
Schule: Fächerverteilung
Serienvorlieben: Was hat das mit mir zu tun?
Soziale Medien: SM-Freund ≠ richtiger Freund?
Sterbehilfe
Sun City (Rentnerstadt)

Tablets etc. im Unterricht?
Tiere essen? (Vegetarismus, Veganismus) Soll man nur essen, was man selbst töten kann?
Tierversuche
Tierhaltung im Zoo

Umweltschutz (im Alltag)

Verschleierungsverbot
Vorurteile

Wahlrecht mit 16?
Waffenexportverbot Schweiz?
Weihnachten: wie gehen wir mit Traditionen um?

Mittwoch, 2. November 2016

Aufsatzbewertungen

Bewertungskriterien

Vier unterschiedlich gewichtete Teilbewertungen
Punktemaximum 40

I. Inhalt: 14 P.

Länge
Wie viel habe ich mir überlegt? 
Habe ich nachgedacht? differenziert? problematisiert?

II. Aufbau, Form, Esprit: 10 P.

Aufbau, Verständlichkeit, geistreich oder absehbar?
Kohärenz: Wird zu Ende gedacht? Werden Übergänge geschaffen?
Wie eigenständig, kreativ und originell?

III. Sprachkompetenz 12 P.
Wie genau (differenziert) ist die Wortwahl?
Wie ausdrucksstark sind Wortschatz und Wendungen?
Wie abwechslungsreich ist die Syntax (Satzlänge und -aufbau)?
Kann ich sprachlich verdichten?
Wie inspiriert, witzig ist der Tonfall?

IV. Formale Richtigkeit 4 P.
Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung
Fehler in G werden ganz, solche in R und Z nur halb gezählt.

1-2 Fehler 4 Punkte
2.5-4 F. 3 P.
4.5-6 F. 2 P.
6.5-8 F. 1 P.
>8 F. 0 P.

                                                   

Bewertungsskala


39-40 P.         6
37-38 P.         -6
35-36 P.         5-6
33-34 P.         5+
31-32 P.         5
etc.
23-24 P.         4
etc.



Liste mit Kürzeln bei der Aufsatzkorrektur

In der linken Randspalte beurteile oder kommentiere ich i.d.R. inhaltliche Aspekte:
·       Ein Häkchen steht für Zustimmung zu einem wichtigen Aspekt.
·       Ein Häkchen in Klammern für einen möglicherweise richtigen, aber nicht gut begründeten Aspekt.
·       Ein '?' soll heißen, da versteht man etwas nicht oder eine Aussage ist nicht schlüssig, also nicht nachvollziehbar.
·       Ein ~ steht für eine m.E. falsche oder sehr abenteuerliche Aussage.
·       […] soll heißen, dass dieser Aspekt noch mehr ausgeführt werden sollte.
·       Ein Blitz bedeutet, dass hier der Zusammenhang fehlt zwischen zwei Gedanken.

In der rechten Spalte verwende ich verschiedene Kürzel, um die Art des Fehlers zu bezeichnen. Zunächst diejenigen, die dem Bewertungskriterium III, Ausdruck und Stil, zugehören und von mir nicht addiert werden, sondern meinen sprachlichen Gesamteindruck beeinflussen:

·       A: Ausdruck, Wort oder Wendung ist schlecht gewählt oder falsch.
·       WS: (Wortschatz) Dieser Begriff kann so nicht verwendet werden, den haben Sie womöglich falsch gelernt.
·       S: (Stil) Kann sich auf Satzstellung, Wortwahl (z.B. Umgangssprache, Ungenauigkeit) oder Satzzeichen beziehen.
·       S: Stilfehler durch Wiederholung
·       S/A: Ein Fehler, der beide Bereiche betrifft
·       Achtung: Ist eines der genannten Kürzel mit einem Ausrufezeichen versehen, dann finde ich den Fehler ziemlich erstaunlich, ist es aber unterstrichen, dann finde ich den Fehler tragisch genug, um ihn zu den Fehlern im Bereich IV zu addieren. Tja, das gibt's, das kann passieren…;-)
·       Folgende Fehler gehören zum Bereich IV und werden addiert:
·       G: Grammatikfehler wie Konjugation, Deklination, das/dass-Verwechslung etc.
·       G: Grammatikfehler wegen Satzstellung
·       G: Grammatikfehler wegen Zeitform
·       R: Rechtschreibung (zählt wie ein halber Fehler)

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Recherche: Leseproben aus 5 verschiedenen Romanen













Auf meinen Blog namens LiMoTee finden Sie von jedem der folgenden fünf Romane eine eigene Seite.

1. Geben Sie im Suchfenster jeweils den Titel oder einen Teil des Titels ein und gehen Sie dann zur Leseprobe.

2. Lesen Sie jeweils max. 5 Minuten darin und wechseln Sie dann den Text.

3. Fragen Sie sich jeweils nach dem Lesen, wie Sie auf das Buch intuitiv reagieren, warum es Sie interessiert (oder eben nicht) und ob Sie es gerne in der Klasse lesen würden.

4. Notieren Sie sich das in Stichworten.

tschick (Wolfgang Herrndorf, 2010)
Mädchenmeute (Kirsten Fuchs, 2015)
Der Trafikant (Robert Seethaler, 2012)
The Circle (Dave Eggers, 2013)
Die Ruhelose (Riikka Pulkkinnen, 2006/2014)

Dienstag, 18. Oktober 2016

Schreibtypen

Die Typologie beschreibt unterschiedliche Strategien beim Entwerfen eines längeren Textes wie z.B. einem Aufsatz, einer universitären Arbeit, unabhängig von der Textsorte.

Die Typen kommen kaum absolut vor, d.h. die meisten von uns sind Mischtypen.

Architekt: Er plant zuerst die Architektur seines Textes und setzt diesen Plan dann Schritt für Schritt um.

Maurer: Geht Satz für Satz vor. Wie eine Mauer aus Backsteinen entsteht auf diese Weise die Textmauer.

Ölmaler: Work in progress. Schreibt rasch und mit drastischen Farben, übermalt aber auch ganze Passagen oder sogar den ganzen Text wieder. Er ist bis zuletzt bereit für neue Ansätze und hat keinen Respekt vor einem Gedankengang oder einer Formulierung, nur weil er sie bereits niedergeschrieben hat.


Aquarellist: Eine etwas andere Form von Work in Progress. Der bereits niedergeschriebene Text wird fortlaufend bearbeitet, kombiniert und umgestellt. Auf diese Weise entsteht nach und nach der fertige Text (der im Grunde nie richtig fertig ist). 

Montag, 17. Oktober 2016

Schreiben üben: Essay

Was ist ein Essay?

Essay bedeutet so viel wie ›Versuch‹ und genau das soll es auch sein. Es ist der Versuch eines Gedankengangs zu einem Thema in einem knappen, anspruchsvollen und absichtlich subjektiv verfassten Kontext, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Sie überlegen sich, welche Fragen sich stellen, welche Haltungen in Frage kommen, klopfen Ihr Inneres ab, versuchen sich eine Meinung zu bilden und dann schreiben Sie Ihre Überlegungen auf, und zwar auf nachvollziehbare Weise.
Der Inhalt ergibt sich also aus Ihren Überlegungen, die Anordnung ist Ihnen überlassen. Das ganze sollte nicht steif daherkommen, es darf sich gerne gut lesen und es soll im besten Fall etwas Frisches haben. Bleiben Sie nah am Leben, Beispiele sollten aus Ihrem Leben stammen, nicht erfunden sein.

Aufbau

Heißer Beginn: In medias res. Sie können mit einer persönlichen Wahrnehmung beginnen, mit einer Frage oder mit einer ersten These.
Kalter Beginn: Aus einer Übersicht heraus, zum Beispiel grundsätzliche Überlegungen.
Gefahr der Langeweile: Schreiben Sie bitte nicht, dass es nachts dunkel wird und der Tag 24 Stunden hat. Betrachten Sie Ihre Leser als durchschnittlich gebildet und informiert o.O

Sprache

Wichtig sind
a) Verständlichkeit der Gedanken
b) Klarheit der Formulierung
c) Genauigkeit der Aussage
d) Überraschungsmoment, Ésprit, Witz, Originalität, Schwung.
Schreiben Sie eine Sprache, die Sie selber gerne lesen.

Vermeiden Sie solche Sätze:

Ich muss aber auch erwähnen, dass mein Freundeskreis zu einem sehr großen Teil mit dem männlichen Geschlecht gefüllt ist.


Die Apps Facebook und Whatsapp, steigern das Schreiben, da es Apps sind welche zur Kommunikation dienen.


Ein weiterer Punkt ist aufkommender Neid und Komplexe habe ich das Gefühl, welcher die Leute in vieler Hinsicht kränken.




Thema 1: Der Werbespot von EDEKA
Essay / Erörterung
Der Werbespot des Lebensmittelkonzerns EDEKA hat zu einer Kontroverse geführt. Suchen Sie nach Gründen dafür, beschreiben und hinterfragen Sie die Wirkung des Spots auf Sie selbst, denken Sie über Werbung nach.


Bildquelle (Essay)